Gesellschaft für Humanistische Pflege

 

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Menschen der GHP

 

Rolf Riebesell (Schleswig) geb. 24. 12. 1957. Nach einer langjährigen kaufmännischen Tätigkeit im Groß- und Außenhandel legte er 1988 sein Krankenpflegeexamen ab. Anschließend arbeitete er auf einer Station für geistig und körperlich behinderte Menschen in Lüneburg und dann sechs Jahre in der Suchtaufnahme der Fachklinik Schleswig. Zusammen mit anderen KollegInnen aller Berufsgruppen entwickelte er 1995 ein Konzept für die Behandlung von Menschen mit der Doppeldiagnose „Sucht und Psychose“ und im Jahr 1996 wurde die entsprechende Spezialangebot in der Klinik eröffnet. Seit 1999 leitet er diese Station. Aus dieser Arbeit heraus vertritt er diesen Bereich in der Deutschen Fachgesellschaft für Psychose und Sucht. Als Referent bietet Rolf Riebesell Fortbildungen zu den Themen Teamarbeit und Konflikte, psychoedukative Gruppenarbeit, Sucht und Psychose und Gesprächsführung an. Darüber hinaus berät er Teams bei der Einführung von Bezugspflegesystemen und Stationskonzepten. Nach einer schweren Erkrankung legte er im Jahr 2006 seine vielen Funktionen im politischen, gewerkschaftlichen und kirchlichen Bereich nieder, um sich neben der Familie ganz seiner beruflichen Tätigkeit und der Arbeit für die GHP widmen zu können. Rolf Riebesell ist seit der Gründung im Mai 2002 1. Vorsitzender der GHP.

 

Jürgen Hollick (Haar) geb. 06. 10. 1956, begann 1975 mit seiner Ausbildung zum Krankenpfleger. Während seiner anschließenden Tätigkeit in der Forensik und der Sucht absolvierte er die Fachausbildung Psychiatrie (1984) und die Ausbildung zur Stationsleitung. Als Stationsleiter war er dann ab 1989 in der Allgemeinpsychiatrie tätig. Schon 1990 begann die Ausbildung und anschließende Tätigkeit als Pflegedienstleitung. Es folgten die Studiengänge Pflegemanagement (1995) und Sozialmanagement (1996). Während dieser Studienzeiten war er halbtags auf einer allgemeinpsychiatrischen Station tätig. Im Jahre 2002 wurde Jürgen Hollick als Nachfolger von Rüdiger Bauer Bildungsreferent beim Bildungswerk des Verbandes der bayerischen Bezirke im Kloster Irsee. Jürgen Hollick ist Gründungsmitglied der GHP und seit April 2003 deren 2. Vorsitzender.

 

Stefan Voigt (Fulda), geb. 02. 02. 1956 in Gotha, hat lange Jahre in Erfurt gelebt und ist schließlich auf Umwegen in Fulda gelandet, wo er seit Jahren als Krankenpfleger auf einer Station für Krisenintervention und Psychotherapie arbeitet. Er hat sich diese spezielle Arbeit bewusst ausgesucht, weil er sich intensiver um die seelischen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten kümmern wollte, als dies z.B. in der somatischen Pflege möglich ist. In einer Zeit, wo durch Sparmaßnahmen ein kostengünstiges Funktionieren der Pflegenden gefordert wird, möchte Stefan Voigt dazu beitragen, einen nach seinem Verständnis wichtigen Aspekt von Pflege zu stärken: Er möchte Bedingungen so gestalten, dass sie es Patientinnen und Patienten ermöglichen, sich in der Weise zu entwickeln, wie es ihrer Einzigartigkeit entspricht. Um diesem Aspekt noch mehr Gewicht zu verleihen, wurde Stefan Voigt schon kurz nach der Gründung Mitglied der GHP. Am 01. 05. 2004 wurde er auf der GHP-Jahreshauptversammlung in Erfurt in den Vorstand gewählt. In seiner Freizeit verbringt er möglichst viel Zeit mit Frau und Tochter, macht ein wenig Musik oder ist per Pedes in seiner geliebten Rhön unterwegs und genießt dabei das Leben.

 

Eberhard Lempelius geb. 18. 02. 1943, Eberhard Lempelius (Bremen), geb. 18.02.1943, kann man getrost als „Kultfigur“ der Suchtpflege bezeichnen. Er ist vielen Menschen durch seine Vorträge auf Fachtagungen bekannt geworden, die geprägt sind durch ein hohes Fachwissen und durch eine Ausdrucksweise, die jedem Zuhörenden verständlich und nachvollziehbar erscheint. Aber es kommt ein weiterer Aspekt hinzu, der seine Schilderungen einzigartig und nicht kopierbar macht: Eberhard Lempelius kennt die Suchtproblematik von beiden Seiten. Als seit vielen Jahren trockener Alkoholiker hat er einen Einblick in den Klinikalltag und die Befindlichkeiten der Betroffenen, der den meisten von uns nicht zugänglich ist. Nach seiner Behandlung und Gesundung hat er dann auch noch „die Seiten gewechselt“ und 1983 sein Krankenpflegeexamen abgelegt. Seitdem arbeitet er in unterschiedlichen Bereichen mit suchtkranken Menschen (Sebaldsbrück, Bremen-Ost) und hat sich durch die Erfahrungen beider Seiten inzwischen zu einem Experten auf diesem Gebiet entwickelt. Im Mai 2006 veröffentlicht seine aufrüttelnde Lebensgeschichte in seinem Buch „Dreizehn Meter Flur“, das inzwischen in zweiter Auflage im ibicura-Verlag erscheint. Eberhard Lempelius ist Gründungsmitglied der GHP und hat in der schwierigen Gründungsphase als stellvertretender Vorsitzender fungiert. Bis heute arbeitet er in unterschiedlichen Funktionen im GHP-Vorstand mit. 

 

Ulli Schmidt , geb. 31.12.1967, ist erst auf Umwegen in die Pflege gekommen. Nach dem Schulabschluss auf einer dänischen Privatschule 1983 absolvierte er eine Ausbildung zum Gärtner, die er 1986 abschloss. Während seiner Gesellentätigkeit stellte er dann fest, „dass die so genannten Kranken oft gesunder und menschlicher waren als so manch gesunder Kollege“. Auf Grund dieser Erkenntnis wechselte er nach zwanzig Monaten Zivildienst in einer Jugendherberge 1989 in die Pflege. Nach der Ausbildung zum Krankenpflegehelfer arbeitete er zunächst drei Jahre im Heimbereich der Fachklinik Schleswig (Geronto). Es folgten zehn Jahre in der Allgemeinpsychiatrie und seit 2003 ist die Spezialstation für Sucht und Psychose seine berufliche Heimat. Im privaten Bereich ist seine große Leidenschaft die Botanik. Daneben interessiert er sich sehr für die Geschichte seiner Region. Er hört gerne und viel Musik , reist gerne in die nordischen Länder und beschäftigt sich innig mit seinen Rassekatzen (Maine-Coon), mit natürlicher Gartengestaltung und heimischen Wildstauden. Im Februar 2005 fand Ulli Schmidt den Weg zur GHP und im März 2006 wurde er in Bad Kreuznach zum Schatzmeister gewählt.